Die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern neigt sich dem Ende. Grundsätzlich ist dieser Zeitraum ideal, um Körper und Geist etwas Gutes zu tun, z. B. mit einer Fastenkur! Selbstverständlich ist das Fasten aber auf keinen bestimmten Zeitraum begrenzt und kann grundsätzlich zu jeder Zeit bzw. ganzjährig angewendet werden.

Vielen fällt es jedoch schwer, strikte Fasten-Regeln in den eigenen Alltag zu integrieren. Wie wäre es denn stattdessen mit Intermittent-Fasting? Beim periodischen (zeitweisen) Fasten verzichten Sie nicht durchgehend auf Nahrung, sondern nur für bestimmte Zeitfenster. Kurzfasten eignet sich dabei für alle, die ihr Gewicht langfristig verringern möchten. So sagen Sie störenden Fettpölsterchen den Kampf an und legen die Grundlage für eine fitte Sommerfigur.

Der Klassiker: Eat & Stop (24/0) nach Brad Pilon
Gefastet wird 1-2 Tage/Woche. Die genauen Tage können Sie selbst festlegen – je nachdem, was am besten in Ihren Wochenplan passt. Dabei müssen Sie nicht komplette Tage mit dem Essen aussetzen: Wenn die letzte Mahlzeit an Tag 1 beispielsweise um 15.00 Uhr stattfindet, können Sie die erste Mahlzeit am Folgetag um 15.00 Uhr einplanen und so weiter.

Ideal für Einsteiger: die Lean Gains Variante (16/8)
Diese Form des Kurzfastens können Sie durch das lange Fenster für die Nahrungsaufnahme (8 Stunden) besonders gut in den Alltag integrieren. Sie frühstücken nicht? Dann weiten Sie diese Zeit doch einfach bis Mittag aus. Bis dahin sind kalorienfreie Getränke wie schwarzer Kaffee, Wasser & Tee erlaubt. Um 12 Uhr öffnet sich dann das Nahrungsaufnahmefenster, ab 20 Uhr fasten Sie wieder. Diesen Ablauf wiederholen Sie für die Dauer Ihrer Kurzfasten-Kur täglich.

Tipp für Sportler: die Warrior Diät (20/4)
Bei der Warrior Diät folgt nach 20 Stunden Fasten eine vierstündige Essensphase. Gemüsesäfte und Rohkost sind hier erlaubt. Von extremen Varianten wie „Alternate Day Fasting (36/12)“ möchte ich allerdings eher abraten. Lange Hungerphasen können den Körper sehr stressen.

Das sagt die Wissenschaft:
Intermittent-Fasting kann sich positiv auf das Wachstumshormon HGH auswirken. So soll es möglich sein, bei entsprechender körperlicher Aktivität Fett zu verbrennen, während Muskeln aufgebaut werden.

Hinweise für die erfolgreiche Umsetzung
Die ausgefallene Nahrung sollte natürlich nicht gleich wieder durch hemmungsloses Schlemmen während der Essphasen aufgeholt werden. Das gilt für alle Varianten des Kurzfastens. Gegen Heißhunger hilft eine fett- und eiweißbasierte erste Mahlzeit nach dem Fastenfenster, wie z. B. ein leckeres Omelett mit Schafskäse.

Wichtig: Wer unter manifesten Erkrankungen, Essstörungen oder Kreislaufproblemen leidet, sollte vor Beginn jeder Art von Fastenkur Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.