In vino sanitas oder warum der sardische Rotwein besonders gesund ist

Im Rahmen meiner Reise zu den Hundertjährigen rund um den Globus reiste ich unter anderem nach Sardinien und erforschte dort die Geheimnisse der alten Sarden. Ein wichtiger Bestandteil der dortigen Ernährung ist der regionale Rotwein. Denn er hat etwas im Überfluss zu bieten, was man nur empfehlen kann: Resveratol. Dieser besondere Inhaltsstoff hat es in sich, er zählt zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, den Polyphenolen. Man hat Resveratol in einigen Obst- und Beerensorten ausfindig machen können sowie in Erdnüssen. In höherer Konzentration liegt dieser Stoff vor allem in roten Weintrauben vor. Dabei weichen die einzelnen Traubensorten in ihrem Gehalt an Resveratol erheblich voneinander ab. An der Spitze liegt der in Sardinien erzeugte Cannonau.

Was Resveratol so gesund macht

Beim sekundären Pflanzenstoff Resveratol handelt es sich um ein Geschenk der Natur, das so ziemlich allen Zivilisationskrankheiten entgegenwirkt. Ein Forscherteam aus Italien hat die lebensverlängernde Wirkung des Stoffes eindrucksvoll nachgewiesen – an relativ kurzlebigen Fischen, deren Lebensspanne sich durch die Gabe des Anti-Aging-Mittels um 30 bis 60 Prozent verlängerte.

Resveratol gehört zum Immunsystem des Weinstocks. Es wehrt diverse Krankheiten ab. Dieser Stoff ist ziemlich zäh und nicht so leicht unterzukriegen. Da er besonders gut alkohollöslich ist, findet er sich im Rotwein in erheblich höherer Konzentration als in rohen roten Trauben.

Resveratol ist eine echte Vielzweckwaffe:

  • Es wirkt stark antioxidativ und entzündungshemmend. Dadurch kann es helfen, Erkrankungen wie Arteriosklerose und Demenz vorzubeugen.
  • Resveratol hat die gleiche lebensverlängernde Kraft wie eine langfristige Kalorienrestriktion, also das nie-ganz-Sattessen, wie ich es im Rahmen meiner Weltreise auf Ikaria kennengelernt habe. Durch die Zufuhr von Resveratol aktiviert der Körper das Enzym Sirtuin. Dieses repariert beschädigte DNA und lässt Zellen länger leben.
  • Noch nicht bewiesen, aber sehr wahrscheinlich ist eine positive Auswirkung auf die Insulinresistenz, die Übergewichtigen droht und zu zahlreichen Folgeerkrankungen führt.
  • Resveratol wird sogar nachgesagt, dass es die Entstehung von Krebs sowie die Bildung von Metastasen verhindern kann.

Im Rotwein Sardiniens stecken sogar noch weitere Gesundwunder: die Oligomere Proanthocyanidine (OCP). Wie Resveratol zählen sie zu den sekundären Pflanzenstoffen. Auch ihnen werden zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Warum ich das hier erwähne? Natürlich, weil der sardische Wein auch einen besonders hohen Anteil an OCP aufweist. Der sardische Rotwein Cannonau ist also ein guter Begleiter auf dem Weg in ein hohes Alter. Dabei gilt es natürlich wie mit allem auf die Dosis zu machen, ihn also maßvoll zu genießen. Am besten macht man es dann wie die alten Sarden und genießt das Gläschen guten Rotwein im Kreise von Familie und Freunden. Denn was die Sarden zu glücklichen Wundern der Langlebigkeit macht, sind sicher auch ihre sozialen Strukturen.

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Geheimnisse des Alltags – inneren Frieden finden

  • Regelmäßig ein Glas guten Rotwein trinken und dank der sekundären Pflanzenstoffe gesund bleiben
  • Familie und Freunde an erste Stelle setzen, den Zusammenhalt unter den Generationen pflegen
  • Ja sagen zum eigenen Leben, sich nicht dauernd mit anderen vergleichen

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Stoßen Sie doch mal wieder mit Ihrer Familie und Freunden bei einem Glas guten Rotwein auf die Gesundheit an!

Das rät Ihnen mit bestem Wissen & Gewissen Ihr Gesundheitsphilosoph und Weltreisender,
Marcus Lauk