Langes Leben á la carte
Im Rahmen meiner Weltreise zu den Langlebigen bin ich von meinem Wohnort in Köln aus einmal rund um den Globus gereist. Besonders spannend war es, viele neue Menschen, ihre Traditionen und Verhaltensweisen kennenzulernen. Was ist es denn nun aber genau, was die „Weltmeister des Lebens“ anders machen?

Eine Zauberformel gibt es natürlich nicht, das ist klar. Aber im Rahmen meiner Reise stieß ich auf etwas, das ich als Erfolgsrezepte der Langlebigen, der „Weltmeister des Lebens“, bezeichnen möchte. Die Prinzipien, die dahinterstecken, lassen sich vier Lebensbereichen zuordnen: Ernährung, Bewegung, Psyche und Umfeld. Alle vier Bereiche sind lebens- ja überlebenswichtig. Sie sind die grundlegenden Faktoren für unser Altwerden und Gesundbleiben.

Die Essenz dieser Erfahrungen floss in die Entwicklung der Gesundheits-Karte ein. Einem Hilfsmittel auf dem Weg zu 100 Jahren gesundem Leben, das die Erfolgsrezepte der „Weltmeister des Lebens“ anschaulich zusammenfasst.

Doch ein Patentrezept für langes und gesundes Leben?
Keineswegs. Vielmehr geht es mir darum, Ihnen mit der „Gesundheits-Karte eine Orientierung zu geben! Profitieren Sie von den Erfolgsrezepten der Langlebigen rund um den Globus und wählen Sie dabei aus den 4 Bereichen die Inhalte aus, die am besten zu Ihrem eigenen Leben passt. So finden Sie Ihren ganz persönlichen Weg, um gesünder und länger zu leben.

1. Ernährung — steinalt durch Vielfalt
Eine gute Orientierung für alle, die sich für eine gesunde Ernährung interessieren, bietet das Ernährungs-Rad. Es zeigt direkt auf den ersten Blick die typischen „Überlebensmittel“, also die

Lebensmittel, die von den langlebigen rund um den Globus bevorzugt werden. Anders als bei der klassischen Ernährungspyramide ist das Ernährungs-Rad im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Sache. Denn hier werden Lebensmittel nicht in gut oder schlecht unterteilt. Die entscheidende Regel lautet vielmehr: Essen Sie traditionelle Lebensmittel in traditionellen Mengen. Diese Nahrung sollte den Grundstock Ihrer täglichen Nahrungsaufnahme decken. Dabei gilt: lieber weniger Quantität (Menge) und lieber mehr Qualität.

Durch schlaues Planen von Mahlzeiten und das Kombinieren von Basics wie z. B. Gemüse, Reis/Kartoffeln, Obst und Milchprodukten spart man im Vergleich zu einzelnen Fertigportionen sogar Geld. Dieses kann in hochwertigere „Lebens“mittel investiert werden. Denn oft erscheinen Fast-Food-Alternativen nur günstig: Billiges Essen verleitet schnell zum Verzehr großer Mengen, was sich dann auch negativ auf der Waage bemerkbar macht.

Frische Lebensmittel mit gutem Gewissen

  • Wochenmärkte bieten regionale Vielfalt zum guten Preis. Reformhaus und Bioladen, sind je nach Portemonnaie, eine gute Ergänzung. Auch immer mehr Supermärkte ja sogar Diskounter bieten heute eine erste Auswahl an regionalen und/oder Bio-Lebensmitteln an.
  • Frischer geht´s nicht: Immer mehr ländliche Erzeuger haben einen eigenen Hofladen, in dem man direkt vor Ort fündig wird.
  • Wer es bequem mag, der kann heute übers Internet eine sogenannte „Frischekiste“ ordern, die direkt per Lieferservice zu einem nach Hause kommt.

Weg mit dem Nahrungsschrott

Tag ein Tag aus werden wir von bearbeiteten Lebensmitteln und minderwertiger Nahrung überflutet. Trotz leichter Verfügbarkeit ist es heute schwieriger denn je, natürliche und naturnahe Nahrung zu bekommen. Bei Gemüse und Obst ist der eigene Garten immer noch eine tolle Alternative. Aber auch Urban Gardening-Initiativen oder der Topf auf dem Fensterbrett sind ein guter, erster Schritt zu selbstangebauten „Überlebensmitteln“.

Machen Sie gleich den ersten Schritt und pflanzen Sie Ihr erstes eigenes Grün auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Fensterbrett an!

Praxistipp für Grün-Anfänger: Möhrchen und Radieschen
Möhren und Radieschen wachsen bei fünf Stunden Sonne auch auf dem kleinsten Balkon, sogar auf einem Fensterbrett. Samentütchen kaufen und die Saat vermischen. Balkonkasten oder Töpfe mit Anzuchterde bestücken. Am besten säht man von Ende März bis Juni aus. Dazu im Abstand von ungefähr fünf cm mit dem Finger ca. drei cm tiefe Löcher in die Erde bohren. Je ein Saatkorn hineinlegen und mit Erde bedecken. Täglich einmal, morgens oder abends, gießen. Wer die ganze Saison über ernten will, sät etwas alle 2 Wochen nach.